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Kardieren

Kardiert wird aus dem Grund, damit die Fasern besser zum Verspinnen vorbereitet sind, d. h. sie legen sich dadurch wieder in eine Richtung, was das "ausziehen" beim Spinnen erleichtert. Außerdem werden sowohl beim Vorbereiten zum Kardieren als auch beim Kardiervorgang selbst einige kleinere Pflanzenreste entfernt.

Bevor es losgehen kann, müssen die getrockneten Fasern wieder etwas aufgelockert und grob in eine Richtung sortiert werden. Bei diesem "Zupfen" fällt schon einmal einiges an kleineren Verunreinigungen aus dem Vlies. Danach können die Fasern in kleinen Mengen auf Handkarden aufgebracht und kardiert werden.

Daraus erhält man dann sog. Rolags oder Locken, die locker zusammengerollt und anschließend versponnen werden können.

 

Für größere Mengen allerdings eignet sich eine Trommelkarde besser. Die Fasern werden genauso vorbereitet und, ebenfalls in kleinen Mengen, nacheinander auf die Walze gekurbelt.

 

 

Dieser Vorgang wird üblicherweise 2x wiederholt. Pflanzenreste die nicht von der Kardiermaschine ausgesondert wurden, müssen mit der Pinzette von der Walze gezupft werden. Sollen noch andere Fasern (z. B. Ökofasern oder andere Edeltierfasern - im Artikel "Eigenschaften und Verarbeitung" finden Sie mehr dazu) beigemischt werden, so eignet sich der 2. Kardierdurchgang am Besten dazu. Anschließend kann man sich über ein schönes lockeres und sauberes Batt freuen (das übrigens so weich ist, dass man am Liebsten das ganze Bett damit auspolstern würde, aber das würde dann doch zu "haarig" werden...).

 

Um das Batt "spinnfertig" zu machen wird es dann so geteilt, dass man einen langen Strang erhält, den man noch etwas "ausziehen" kann (zum leichteren verspinnen), anschließend wird er einfach locker aufgewickelt.

 

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