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Projekttage

 

 Sich spüren und sich (wohl)fühlen

 

Wir bieten für Pflege- und Seniorenheime Besuchstage mit unseren Alpakas und/oder Lamas an.

 

Möglich ist ein Besuch nur im Freien und/oder auch im Haus, damit auch nicht mobile Bewohner profitieren können.

 

„Zärtlichkeit gibt deinen Wunden eine neue Haut“

(unbekannter Aphoristiker)

 

Zärtlichkeit und Sinnlichkeit sind für die alten Menschen in unserer Gesellschaft fast gänzlich tabu. Sie können ihr Bedürfnis nach Berührung und Streicheln nicht wie jüngere Leute befriedigen. Frauen, die erste Anzeichen von Verwirrung erkennen lassen oder schon verwirrt sind, nehmen sich in ihrem Wunsch nach Zärtlichkeit oft eine Puppe oder ein Stofftier und spielen wie kleine Mädchen. Ein Tier ersetzt fehlende menschliche Nähe.

 

Gerade bei Bettlägerigen liegt oft eine starke Berührungsempfindlichkeit oder sogar taktile Abwehr vor. Zu erkennen ist das häufig an ablehnenden Äußerungen oder Unruhe während pflegerischer Maßnahmen bis hin zu Widerwillen und Aggressionen bei der Körperpflege.

Auch das sog. „nesteln“ oder auch Kratzen der eigenen Haut können Hinweise auf eine taktile Reizsuche sein.

 

Durch ihr weiches kuscheliges Fell, bieten Alpakas und Lamas einen hohen Aufforderungscharakter sie zu berühren und stellen damit sehr angenehme taktile und sensorische Reize zur Verfügung.

 

Durch das Berühren des Tieres wird zugleich die Seele des Menschen „gestreichelt“.

Das kann der Kontakt zu Tieren bewirken:

  • der Blutdruck wird gesenkt
  • Stress und Aggressionen werden abgebaut
  • Depressionen können sich vermindern
  • Erleben von vorurteilsfreier Zuneigung: ein Tier nimmt den alten Menschen bedingungslos an
  • Freude durch lebendigen Kontakt
  • Kommunikation durch Mensch-Tier-Kontakt
  • Emotionale Öffnung durch den Tierkontakt
  • Förderung sinnlicher Wahrnehmung (v. a. taktile Reize)

 

Desweiteren regen Tiere die Erinnerung an. Diese Einsicht ist durch viele Studien belegt.

Das Tier holt die Vergangenheit wieder herauf, weil es starke Gefühle auslöst, die oft mit der Kindheit und glücklicheren Lebensphasen verknüpft sind.

Gerade Demenzkranke öffnen sich gegenüber Tieren leichter, weil die Empfindungsfähigkeit im Gegensatz zu kognitiven Fähigkeiten erhalten bleibt. Bei Menschen mit schwerer Demenz, die oft in sich gekehrt und zurückgezogen sind und über die Sprache keinen Kontakt zur Außenwelt herstellen können, werden häufig überraschende Reaktionen beobachtet: 

  • Der Gesichtsausdruck hellt sich auf
  • Ein Blickkontakt wird hergestellt
  • Eine starre Körperhaltung löst sich bei der Zuwendung an das Tier
  • Bewegung und sinnliche Wahrnehmung werden angeregt, so dass das Tier gestreichelt wird

 

„Aus eigener Erfahrung kann ich von einer schwer demenzkranken Klienten berichten, die den ganzen Tag (oft auch nachts) unruhig auf dem Gang umherging, den Kopf an manchen Tagen ständig gesenkt hielt und dann auch kein Blickkontakt angebahnt werden konnte – egal womit man versuchte, sie zu motivieren. Sprachlich konnte sich diese Frau kaum mehr mitteilen. Sah sie jedoch einen Hund, der zu Besuch ins Heim kam, änderte sich ihre Körperhaltung schlagartig. Sie stand aufrecht, hob ihren Kopf, baute zu dem Tier Blickkontakt auf, streichelte es und versuchte auch mit dem Tier sprachlich zu kommunizieren, was ihr in einzelnen Worten oder Wortfetzen gelang. Sie lächelte und entspannte sich zunehmend. Ein Hund schaffte bei ihr etwas auszulösen, was selbst wir Therapeuten, Pflegekräfte und auch Angehörige nicht zu leisten imstande waren, so sehr wir uns auch bemühten. Aber es war wirklich immer wunderbar zu beobachten…“ (Sabrina Staufer, Ergotherapeutin)

 

Neben einem Streichel- und Begegnungsbesuch bieten wir Ihnen auf Wunsch auch unser „geleitetes“ Programm an.

Hier haben kommunikative Bewohner die Möglichkeit an einer Gruppenveranstaltung teilzunehmen, die wir als Ergotherapeutin und Heilpraktikerin gestalten.

Natürlich stehen die Tiere im Mittelpunkt. Wissenswertes über die Tiere wird vermittelt, aber auch Brücken zu dem früheren Leben auf dem Lande geschlagen. So wurde bei uns früher die Schafwolle versponnen und keine Alpakawolle. Die Lasten trugen Esel und nicht die Lamas. Und als Dünger für die Felder, was wurde da wohl verwendet?

Die Bewohner erhalten die Möglichkeit den Unterschied zwischen Alpakafasern und Schafwolle zu fühlen. Wir werden Wollverarbeitungsgeräte mitbringen, die die/der ein oder andere vielleicht dann auch kennt? Kleine Rätsel, Lieder oder Spiele runden je nach Stundenverlauf das Geschehen noch ab.

 

 

Auf Wunsch können Besuche auch in anderen sozialen Einrichtungen erfolgen.

 

Bei Fragen oder Interesse schreiben Sie uns gerne eine Email an:

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